Das Steinkauzprojekt
Die Grundvoraussetzungen für effektive Schutzmaßnahmen sind großflächige Bestandserfassungen. Daher werden im Landkreis Ludwigsburg die bestehenden Steinkauzvorkommen kartiert. Über die Brutplätze und Nisthilfen führt die Projektgruppe Arbeitsmappen. Eine Kartierung erfolgt mit Hilfe von topographischen Karten und Flurkarten, um die Standorte der Nisthilfen sowie die Naturhöhlen festzuhalten.
Anhand dieser Unterlagen können dann gezielte Maßnahmen getroffen werden, z.B. die Schaffung von Trittsteinbiotopen, um Inselpopulationen entgegenzuwirken (Biotopverbund). Die nicht besiedelten Bereiche werden mit Brutröhren (Nisthilfen) erschlossen und Brutbäume mit Naturhöhlen durch Patenschaften geschützt.
Die erhobenen Daten (Vorkommen, Bestandesentwicklung) geben Hinweise für notwendige Schutzmaßnahmen auf dem jeweiligen Gemeindegebiet.
Um detaillierte und verlässliche Ergebnisse zu erhalten, ist eine planmäßige Beringung und anschließende Beobachtung der markierten Steinkäuze notwendig (Kontrollfangdaten).
Ein Beispiel für die Dokumentation der brutbiologischen Daten und der Bestandsentwicklung finden Sie
hier.
Falls Sie übrigens selbst mal einen Steinkauz sehen, so ist das für uns von großem Interesse. Wir bitten Sie in diesem Fall, uns
das mitzuteilen.