FOGE-Eulenforschung > Andere über uns > Presse > Bietigheimer Zeitung 30.09.2000

Hillerschüler beobachteten Schleiereulen

BIETIGHEIM-BISSINGEN (ine). Fasziniert beobachteten die Schüler der Hillerschule gestern die kleinen Schleiereulen in einer Scheune beim Schnauferhof. Zusammen mit ihrer Lehrerin Gebriele Döft waren sie auf's Feld gezogen, um Herbert Keil beim Beringen der Tiere zuzuschauen. Herbert Keil ist ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Vogelwarte Radolfzell und im Landkreis Ludwigsburg damit beschäftigt, Eulen zu schützen und ihr Leben zu erforschen.

Den Mädchen und Jungen berichtete er, wie sich der nachtaktive Vogel ernährt, dass er von Mäusen abhängig ist und ein Weibchen bis zu zehn Eier legt, alle im Abstand von zwei Tagen. Insgesamt 30 Tage beträgt die Brutzeit.

Die drei Schleiereulen, die Herbert Keil gestern nachmittag beringt hat, sind drei Wochen alt und haben ihr zweites Nestlingskleid. Sie sind also noch ganz weiß und flauschig. Der Eulenkasten, in dem sie aufwachsen, stammt von der Nabu-Ortsgruppe Bietigheim.

Durch die Beringung der Tiere kann verfolgt werden, wohin sie abwandern, welche Strecken sie dabei zurücklegen und auch wie alt sie werden.

Wie Herbert Keil erzählt, ist eine Schleiereule einst von Horrheim nach Sevilla geflogen, das sind immerhin 1800 Kilometer. In der Natur erreichen die Vögel ein Alter von rund zwölf Jahren, in der Gefangenschaft werden sie älter.

Fotos: Pangerl