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Verbreitung

Junger Steinkauz
Junger Steinkauz

Um Schutzmaßnahmen definieren zu können, muß zunächst die Verbreitung der Tiere ermittelt werden. Dazu werden mit topografischen Karten, Flurkarten und GPS die Aufenthalts- und Nistgebiete der Tiere untersucht.

Wir betreuen im Landkreis Ludwigsburg und angrenzenden Gebieten mehr als 700 künstliche Nisthilfen (Brutröhren), um nach Möglichkeit den Rückgang natürlicher Brutmöglichkeiten auszugleichen. Dieses Video zeigt die Fütterung von ca 2 Tage alten Jungkäuzen in einer solchen künstlichen Brutröhre. Solche Aufnahmen dienen nicht der Neugier, sondern der Untersuchung des Verhaltens und der Optimierung der Brutbedingungen in solchen Nisthilfen.

 

Steinkauz
Anhand dieser Unterlagen können dann gezielte Maßnahmen getroffen werden, z.B. die Schaffung von Trittsteinbiotopen, um Inselpopulationen entgegenzuwirken (Biotopverbund). Die nicht besiedelten Bereiche werden mit Brutröhren (Nisthilfen) erschlossen und Brutbäume mit Naturhöhlen durch Patenschaften geschützt.

Die erhobenen Daten (Vorkommen, Bestandesentwicklung) geben Hinweise für notwendige Schutzmaßnahmen auf dem jeweiligen Gemeindegebiet.
Beringung eines Steinkauzes

Um detaillierte und verlässliche Ergebnisse zu erhalten, ist eine planmäßige Beringung und anschließende Beobachtung der markierten Steinkäuze notwendig (Kontrollfangdaten).

Ein Beispiel für die Dokumentation der brutbiologischen Daten und der Bestandsentwicklung finden Sie  hier.

Falls Sie übrigens selbst mal einen Steinkauz sehen, so ist das für uns von großem Interesse. Wir bitten Sie in diesem Fall, uns das mitzuteilen.