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Der Sperlingskauz (Glaucidium passerinum)

Merkmale

Ein Sperlingskauz
Dieser Winzling ist mit seinen 16cm und ca. 70g kaum starengroß. Er hat einen kleinen, flachen Kopf. Sein Gefieder ist oberseits dunkelbraun mit weißen Tupfen, der Bauch rahmfarben mit dunklen Längsflecken. Sein Schwanz hat fünf helle Querbinden. Die Stimme des Sperlingskauzes ist sehr vielseitig. Neben den monotonen Reviergesängen unverpaarter Männchen geben Sperlingskäuze Lockrufe, Angriffsrufe, trillernde Fütterungsrufe sowie schirkende Unlustlaute und drohendes Schnabelklappern von sich.

Lebensraum

Der Sperlingskauz besiedelt Nadelwälder der gemäßigten Zonen Eurasiens bis Ostasien. In Mitteleuropa gibt es inselartige Vorkommen in den Bergwäldern der Mittelgebirge. In den Alpen ist sein Brutplatz noch nahe der Baumgrenze zu finden.

Bestand

Es gibt starke Bestandsschwankungen, die von der Witterung im Winter, dem Nahrungsangebot und der Waldwirtschaft abhängig sind.

Verhalten

Der Sperlingskauz ist dämmerungs- und tagaktiv. Deutliche Höhepunkte gibt es in den Morgenstunden vor Sonnenaufgang und in den Abendstunden nach Sonnenuntergang. Während der Balz und Jungenaufzucht reicht die Aktivität weit in den Tag hinein.

Brut

Anfang April bis Mitte Mai beginnt die Brutzeit. Das Weibchen legt 3-7 Eier und brütet nur einmal im Jahr. Die Brutzeit beträgt 28-29 Tage und die Nestlingsdauer 30-34 Tage.