Der Uhu (Bubo bubo)

Merkmale

Der Uhu
Der Uhu ist mit seinem Gewicht bis zu 3000g und einer Größe bis zu 70cm die größte einheimische Eulenart. Bei seinem Gefieder sind ocker- und rostbraune Farbtöne vorherrschend. Deutlich zu erkennen sind auch seine großen Federohren und die feuergelb bis orange-rot gefärbte Iris.

Lebensraum

Der Uhu ist eine sehr anpassungsfähige Art. Seine Reviere findet man sowohl im Flachland als auch im Hochgebirge. Er brütet v.a. auf alten Greifvogelhorsten, in Kiesgruben, auf dem Boden, aber auch auf Hochsitzen. Selbst in Gebäuden (Kirchtürme, Silos, Industriebauten) hat es erfolgreiche Bruten gegeben. Wälder dienen dem Uhu als Brut- und Ruheplatz. Sein Jagdrevier erstreckt sich auf Felder, Wiesen und Weiden.

Nahrung

Seine Nahrung ist äußerst vielfältig und abhängig vom jeweiligen Lebensraum. Untersuchungen haben ergeben, dass Nagetiere (Ratten, Mäuse, Kaninchen), Tauben, Wasservögel sowie Igel über 90% aller Beutetiere ausmachen. Empfindliche Niederwildarten machen nur einen sehr geringen Anteil von insgesamt 3,5% aus.

Gefährdung

Als natürliche Feinde der nicht voll flugfähigen Jungvögel treten vereinzelt Dachs und Fuchs in Erscheinung. Ausgewachsene Uhus haben kaum tierische Feinde. Große Gefahren bestehen in Stromleitungen und Verkehr, die 70% der Todesursachen darstellen. Störungen am Brutplatz führen oft zum Verlassen und zur Aufgabe des Geleges.

Schutzmaßnahmen

Entscheidend für den Schutz der Großeule sind Maßnahmen zur Sicherung ihrer Lebensräume und Brutplätze. Durch Absprache mit Forstämtern, Jägern, Steinbruch- und Kiesgrubenbesitzern können z.B. die nötigen Abstände vom Uhuhorst während der Balz im Frühjahr und zur Brutzeit gewahrt werden. Zusammen mit den zuständigen Energieversorgern werden alle für den Uhu gefährlichen Stromleitungen in der Nähe von Brutgebieten entschärft.